Baubeschrieb

Grundsatz

Die ausgeführten Arbeiten wurden nach hohen handwerklichen und technischen Ansprüchen in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und dem Heimatschutz ausgeführt. 

 

Minergie Standard

Die Liegenschaft entspricht dem Minergie-Standard für Umbauten. Die Dämmung ist entsprechend dimensioniert und eine Lüftung garantiert einen kontrollierten Luftaustausch.

 

Aussenlärm

Dank der kontrollierten Lüftung können die Schallschutz-Fenster bei Bedarf geschlossen bleiben. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen ist nur während der Rushhour am Morgen und Abend zu beobachten.

Seit der Ortsdurchfahrtsaufwertung in Beringen hat der Schwerverkehr deutlich abgenommen.

Konstruktion

– Neubau ist eine Holzständerkonstruktion, das Dach ist mit Uginoxblech eingedeckt. Die Holzklammern haben keine statische Funktion.

– Der liegende Dachstuhl im Bestand wurde mit massiver Föhrenschalung gedeckt und mit Übersparren zusätzlich verstärkt. Ein Unterdach ist bereits montiert und somit kann das Dachgeschoss einfach ausgebaut werden. Für die doppelte Bieberschwanzeindeckung wurde historische Ziegel verwendet. 

Küchen

– 2 Küchen im Altbau mit Induktionsherd, Backofen, Kühlschrank, Abwaschmaschine, Abdeckung aus Beton versiegelt.

– 1 Teeküche in der Halle EG im Neubau

Oberflächen

– Im Bestand wurden Original Werkstoffe wie Kalkputz und mineralische Farben an den Wänden sowie Ölfarben für das Holzwerk verwendet.

– Die neuen Böden wurden Anhydrith geschliffen + versiegelt ausgeführt.

Für den Küchenboden im EG Altbau wurden alte Backsteine aufgetrennt und als Platten verlegt.

– Die neuen Holzböden in den Schlafzimmern sind massive (30mm) Föhrenriemen.

– Die aussergwöhnliche Sichtbetonwand in der Halle EG orientiert sich an der Optik einer Bruchsteinwand.

 

Fenster

– Im Bestand Holzfenster mit 3-fach verglasten Schallschutzgläser.

– Neubau Holz-Metallfenster mit 3-fach verglasten Schallschutzgläser.

 

Haustechnik

– Technikraum ist direkt von aussen mit separatem Schlüssel zugänglich.

– Wärmeerzeugung mit Sole-Wasser Wärmepumpe (1 Erdsonde 250m).

Wärmeabgabe über Boden- oder Wandheizung (in den Zimmern mit Holzboden).

– 2 getrennten Lüftungssystemen (keine Schallbrücken), Zentrale im Estrich.

Strom + Wasser wird für die 3 Einheiten separat gezählt.

– Anschluss SASAG (Kabelnetzbetreiber) für 3 Einheiten.

– 1 Ausgussbecken im Technikraum, 1 frostsicherer Gartenhahn beim Altbau EG.

– In den meisten Räumen ist eine Grundbeleuchtung vorinstalliert.

Sonnen- und Sichtschutz

Beim Altbau gegen Süden wurden die originalen Klappläden restauriert. Bei den grossen Verglasungen ist Dank der Lamellen kein Sonnenschutz notwendig. Als Sichtschutz sind die grossformatigen Vorhänge bereits instaliert.

Bäder

– Im Altbau befinden sich 2 grosse Bäder mit Badewanne, Waschtisch + WC

Die Waschmaschine befindet sich eingebaut im Badezimmermöbel

– Im Neubau befinden sich 2 Bäder mit Dusche, Waschtisch + WC.

– Alle Oberflächen im Spritzbereich wurden mit ‚Naturofloor‘ als fugenfreier Belag ausgeführt 

Historisch Substanz

– Die beiden Kachelöfen (1792 + 19. Jh) wurden komplett neu aufgebaut und so dimensioniert, dass sie einmal eingefeuert über den Zeitraum von 24h die Wärme abgeben. Fehlende Kacheln wurden nach dem Vorbild der bestehenden nachgebildet.

– In der unteren Stube wurde die wertvolle Malerei (17. Jh.) nur teilweise freigelegt. Unter der schützenden Ölfarbe sind in beiden Stuben noch mehr Malereien zu erwarten. ‚Diamanten‘ bei den gestemmten, barocken Decken aus Blattgold.

– Diverse geschmiedete Beschläge (Scharniere, Schlösser) an den Türen im Obergeschoss.

– Originale Türen + Fenster im Obergeschoss südseitig inkl. gewalztem Glas.

– Tonplattenboden in der Küche OG mit eingemeisseltem Datum 1659.